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Florians Kino & Filmkritik Forum Viel Spaß beim kritisieren in meinem Kino bzw. Filmkritik-Forum. Das Forum für nachm Kino.
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Matzzz
Anmeldungsdatum: 22.07.2005 Beiträge: 114 Wohnort: Stuttgart  |
Verfasst am: 07.09.2005 12:12 Titel: Filmwertungen |
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Hi
Ich wollt hier mal ein Wörtchen zu den Filmbewertungen sagen, die in diesem Forum vergeben werden. Speziell in letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass sehr viele Filme die 10 Punkte bekommen. Das überascht mich persönlich doch etwas. Meiner Meinung nach muss ein Film der 10 Punkte bekommt nicht nur gut sein sondern absolut Perfekt. Er darf keine inhaltlichen Fehler oder Missverständnisse aufweisen, er muss absolut logisch und schlüssig sein, es dürfen keine physikalischen Fehler vorliegen(gerade bei Actionfilmen ist dies sehr haüfig der Fall), kurz gesagt alles, aber auch wirklich alles muss "perfekt"sein. Mann sollte sich den Film 20 mal ansehen können ohne dass er einen langweilt.
Nun habe ich zweifel ob dies bei den hier vergeben 10 Punkten immer der Fall ist. Dies finde ich wegen wegen den folgenden 2 Punkten problematisch:
1. Erhalten von einem bestimmten Benutzer zu viele Filme 10 Punkte schwächt er damit siene Wertungen immer weiter ab. Gebe ich Filmen ständig 10 Punkte ist es nichts mehr besonderes. In diesem Fall weiß der "Leser" nicht mehr genau was er von diesen vielen guten Wertungen halten soll. Hat er nun die Bewertung eines guten, mittelklassigen oder herausragenden Film vorliegen?
2. Bei zu vielen 10-Punkte-Wertungen, lässt sich der Kritiker selber keinen Spielraum mehr nach oben. Er vergibt daher die 10 Punkte an einen bestimmten Film, sieht dann aber irgendwann später einen noch noch besseren. Wie soll er diesen dann Honnorieren? Er kann dem Leser daher den Unterschied der beiden Filme nicht mer verdeutlichen.
Deshalb sollte man die 10 Punkte nur sehr überlegt vergeben. Man weiß nie ob nicht etwas noch besseres folgt. Erst wenn man absolut überzeugt ist, dass ein gewisser Film nicht mehr zu toppen ist sollte man die 10 Punkte geben. Dann ist es aber auch unbedingt notwendig diese 10 Punkte zu geben, um es den anderen auch klar zu machen.
Schlussendlich kann man jetzt natürlich sagen, dass es so sogut wie nie oder vielleicht auch gar nie 10 Punkte Wertungen gibt. Dies finde ich perönlich aber auch nicht schlimm. Perfekte Dinge(auch Filme) sind nunmal selten.
Übrigens: 9 Punkte sind für einen Film ebenfalls eine hervorragende Wertung, welche ihn absolut sehenswert macht!
Gruß Matzzz _________________ Wir können alles außer Hochdeutsch
Zuletzt bearbeitet von Matzzz am 07.09.2005 22:46, insgesamt einmal bearbeitet |
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Philipp
Anmeldungsdatum: 16.05.2005 Beiträge: 80
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Verfasst am: 07.09.2005 19:16 Titel: |
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Da sagt mal einer was Wahres.
Mich nervt dieses Thema auch besonders.
Vor allem in Hinsicht auf DVD-Bewertungen.
Will ja keine Werbung machen, aber die DVD-Test Seite die ich mit dem Florian zusammen mache, kommt dem Bewertungsideal zumindest näher als die meisten anderen Seiten (oder auch Zeitschriften).
Bei vielen Kritikern sieht man inzwischen schon kaum mehr Unterschiede in den Bewertungen, da überhaupt nicht mehr differenziert wird.
Könnt ja mal ein Urteil abgeben:
www.dvd-test.org |
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Snooker
Anmeldungsdatum: 07.09.2005 Beiträge: 27 Wohnort: Krefeld  |
Verfasst am: 12.09.2005 08:53 Titel: |
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Hallo Philipp.
Mich hat ja der Link zur DVD-Testseite wirklich interessiert und hab ein bisschen quer gelesen.
Leider muss ich ohne jemanden "vor den Karren" fahren zu wollen sagen, dass eure Kritiken meist (nicht alle, manche fand ich auch gut) nicht sehr professionell sind. Klar erfolgt eine Bewertung immer aus der Sicht des Betrachters, doch unterscheidet sich die professionelle Kritik von der üblichen "komme aus dem Kino und gib mal meinen Senf dazu ab"-Kritik.
Es ist immens wichtig, dass der Betrachter den Film weitestgehend objektiv beschreibt (wie schon gesagt ist reine Objektivität nie möglich) und sich von allen Vorurteilen gegenüber bestimmter Genre oder Schauspieler befreit.
Dies bekommt ihr auch teilweise sehr schön hin. Nur bei manchen Kritiken lässt dies doch sehr zu wünschen übrig. Ich meine damit u.a. die Kritiken zu der Herr der Ringe- Trilogie. Es ist wohl jedem klar dass jeder eine Neigung oder Abneigung gegen diverse Genre hat, nur hab ich eine Meinung wie eure noch nie, wirklich noch nie gehört (ob von Kinobesuchern, von Fimkritikern oder sonst wem) und das zeigt nur dass eure Kritik einfach nicht repräsentativ ist. Ihr schreibt ja für die Allgemeinheit und wollt diese anspruchsvoll beraten, so müsst ihr auch lernen qualitative Bewertungen über die Charakterdarstellung der Schauspieler oder über die Filmmusik geben zu können.
Die Schauspielerische Art ist beim HdR schon anders als in normalen Filmen, aber das soll ja, muss ja auch so sein. Das ist die Verfilmung eines literarischen Werkes, welches fast ausschließlich die Originaldialoge aus den Büchern verwendet und die kann man nicht einfach so rüberbringen, als wäre es ein Blockbuster von Jerry Bruckheimer oder Roland Emmerich. Hier muss mehr wie im Theater agiert werden und das kann, zugegebener Maßen, bei manchen Zuschauern hölzern oder ein wenig leblos vorkommen. Aber nicht weil es wirklich so ist, sondern weil es befremdet, eine andere Art des Schauspiels ist.
Ich muss dazu sagen, dass ich nie ein Fan vom Fantasy-Genre war und bin auch sehr mit Vorurteilen bahfet ins Kino gegangen und war überwältigt (ja, das ist natürlich auch subjektiv!), habe mir danach sofort die Bücher reingezogen und verstehe die Kritik an der inhaltlichen Umsetzung des Buches, aber das ist künstlerische Freiheit. Aber eure Kritik?
Langatmig? Ja, gebe ich zu kann man teilweise so sehen, vor allem am Ende des dritten Teils. Doch vollkommen widersinnig finde ich die Aussage von dir, dass die Story im zweiten Teil geradliniger ist als im ersten Teil. Häh? Erster Teil: Vorgeschichte; die Protagonisten lernen sich kennen; alle gehen gemeinsam auf eine Reise, erleben also alles zusammen. Zweiter Teil: drei verschiedene Handlungsstränge, die immer wieder hin und herspringen.
O.k. das hin und herspringen macht den Film schneller und actionreicher, aber doch nicht geradliniger. So eine Aussage macht doch deine Kritik schon vollkommen kaputt, weil jeder, der den Film gesehen hat erkennt das das nicht wahr ist.
Also lieber bei einer Kritik etwas weniger "lästern" und dafür mehr konstruktive "Kritik" üben.
Und auf keinen Fall dürfen Kritiken so lang sein wie meine an deine! Sorry  |
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Philipp
Anmeldungsdatum: 16.05.2005 Beiträge: 80
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Verfasst am: 12.09.2005 19:43 Titel: |
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Hallo Snooker,
ich will mal versuchen das ein bisschen zu klären bzw. von meiner Seite darzustellen.
1. Ich gebe in der Filmkritik, wie du schon richtig sagst, nur meinen ersten Eindruck ab, der vollkommen subjektiv und teils überspitzt ist. Daher ist es auch nicht meine Absicht den Besuchern eine hochqualitative und detaillierte Bewertung zu präsentieren. Es ist vielmehr ein Zusatz, weil...
2. ...die Seite vorrangig für Bewertungen der Bild- und Tonqualität von DVD's gedacht ist. Ich dachte, dass wäre aus meinem Beitrag klar geworden (wollte nämlich eigentlich nur mal wissen, was andere zu den Qualitätstests sagen).
3. Eine Kritik ist nicht dann repräsentativ, wenn sie die Meinung der Mehrheit wiedergibt!
4. zum deinem Satz "...so müsst ihr auch lernen qualitative Bewertungen über die Charakterdarstellung der Schauspieler oder über die Filmmusik geben zu können.":
Ich denke, dass eine Bewertung der Schauspieler und der Filmmusik fast nur subjektiv sein kann und sich so jeglichem Qualitätsbegriff entzieht, weil beides dem Zuschauer nunmal gefallen kann oder nicht (waren übrigens doch auch ungefähr deine Worte???).
5. Nun zu HDR selber: Ich habe die Bücher nie gelesen und die Filme nur aus allgemeinem Interesse gesehen. Theater hin oder her, mich persönlich hat die Trilogie, tut mir Leid, einfach nicht emotional angesprochen. Aber bei einem derartigen Werk erwarte ich so etwas, denn ansonsten kommt der Tod des Zuschauers: LANGEWEILE.
Alles subjektiv und daher nur eine Bemerkung!!!
Mit dem Begriff "geradlinig" meine ich die Abfolge des Handlungsstrangs, der im zweiten Teil für meine Begriffe nämlich temporeicher und mit besserem Spannungsaufbau vor sich geht. Die anderen Teile gleichen meiner Meinung nach eher einem kurvigen Weg, der durch viele uninteressante und langatmige Szenen zustande kommt. Ich habs halt ein bisschen anders ausgelegt (vielleicht jetzt etwas verständlicher).
Also das wars dann auch schon. Hoffe es kommt nichts negativ an und hauptsächlich wollte ich ja nur wissen, wie die Technikbewertungen ankommen.
MFG |
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PISI
Anmeldungsdatum: 15.10.2005 Beiträge: 70
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Verfasst am: 16.10.2005 14:12 Titel: |
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Man könnte jetzt lange über solche Themen diskutieren ohne, dass man zu einem gemeinsamen Nenner kommt. Wie ihr schon treffend gesagt habt, gibt es sowas wie Objektivität kaum. Und daher finde ich auch, dass 10er Wertung durchaus ihre Berechtigung haben, selbst wenn der Film inhaltlich manchmal unlogisch ist. Ich finde man sollte einen Film technisch und inhaltlich nicht so auseinanderfriemeln. Was zählt, ist der geamte Eindruck. Und wenn der Film einen begeistert, in seinen Bann ziehen, dass man meint er hätte die volle Punktzahl verdient, ist das für mich legitim. _________________
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Philipp
Anmeldungsdatum: 16.05.2005 Beiträge: 80
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Verfasst am: 16.10.2005 15:20 Titel: |
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| Aber du musst doch die Möglichkeit eines Vergleichs waren. Und dann kommst du schnell in Schwierigkeiten, wenn selbst nicht perfekte Filme als perfekt bewertet werden. Dafür gibt es doch weitere Punktzahlen. |
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PISI
Anmeldungsdatum: 15.10.2005 Beiträge: 70
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Verfasst am: 16.10.2005 17:23 Titel: |
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Vergleichen ist so ziemlich das Dümmste, was man machen kann! _________________
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Philipp
Anmeldungsdatum: 16.05.2005 Beiträge: 80
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Verfasst am: 16.10.2005 17:45 Titel: |
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Aber was habe ich dann von einer Filmkritik mit Punktewertung???
Wenn ich die Punktewertung nur auf den jeweiligen Film isoliere, habe ich davon gar nichts, weil jeder eine andere Erwartungshaltung hat und nach anderen Kriterien bewertet.
Also machst doch nur Sinn, wenn für alle Filme z.B. das 10-Punkteraster gilt und man als Außenstehender den bewerteten Film einordnen kann, was einem Vergleich dann recht nahe kommt. |
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Matzzz
Anmeldungsdatum: 22.07.2005 Beiträge: 114 Wohnort: Stuttgart  |
Verfasst am: 16.10.2005 19:01 Titel: |
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PISI's Methode Filme zu bewerten ist recht geschickt. Er läuft nie Gefahr einen Film unter oder über zu bewerten. Wenn man jeden Film als einzelnes betrachtet und nicht als Teil eines Genres ist das wenig problematisch, nur die meisten Leser werden den bewerteten Film mit einem Anderen vergleichen. Und dann gibt's ein Problem. Wenn du zu viele 10 Punkte vergibst, hat der Leiser keine Ahnung mehr was er von diesen ganzen Top-Wertungen halten soll.
Mit PISI's Sichtweise von Filmbewertungen sind 10 Punkte-Wertungen, so wie er sie beschrieben hat, durchaus vertretbar, dass muss ich ihm lassen. Nur bezweifle ich, dass jeder Leser diese Sicht hat!
Matzzz _________________ Wir können alles außer Hochdeutsch |
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Philipp
Anmeldungsdatum: 16.05.2005 Beiträge: 80
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Verfasst am: 16.10.2005 20:03 Titel: |
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| Das mag ja ganz clever sein, aber dann kann man die Punktebewertung auch weglassen, weil sie nämlich vollkommen sinnlos ist. Ein einfacher Text ohne jede Zahlenbewertung wäre dann viel nützlicher und nicht so strittig. |
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