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Filmkritik: Cloverfield

 
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Tuvok



Anmeldungsdatum: 01.03.2006
Beiträge: 312

 BeitragVerfasst am: 10.02.2008 16:47    Titel: Filmkritik: Cloverfield Back to top

Alles in einer Wurst erzählt:

J.J. Abrams der Regisseur hat einen Sohn. Mit dem war er in Japan da sah er sich die Spielzeugshops an, dort verkauften sie Godzilla Figuren, da dachte er sich, he wie wäre es wenn wir einen original amerikanischen Film a la „Blair Witch Project“ machen, O.K. das kam später, der sehr originell sei. Ach ja, Cloverfield heißt auf Deutsch, Kleefeld, warum weiß ich nicht. Lustig war, dass man anfangs gar nicht wusste wie der Film heißen sollte, er war extrem geheimnisvoll, keiner wusste was über das Drehbuch, die Darsteller die geheim ausgesucht wurden sowieso nicht, und im 1. Teaser gab es nur ein Datum zu sehen.

Also wurde der 30 Millionen US $ Film von Paramount dann produziert, die Kosten spielte er nicht ein. 78 Minuten hat er nur gedauert und ich muß gleich zu Beginn sagen, ich will ein Remake von Roland Emmerich. Im Monsterjapan gab´s ein Comic darüber, falsche Informationen wurden verbreitet, You Tube bekam ne Klage wegen einem geklauten Teaser der hier gezeigt wurde.

Wegen der wackeligen unstabilen Kameraführung die mich an Blair Witch Dreck erinnert, hätte ich fast Kopfweh bekommen, einige bekamen angeblich sogar Übelkeit und meine Freundin bekam Migräne im Mastdarm. Was mich am meisten störte beim Film ist etwas Unlogik, das überraschende Ende mit dem ich nicht gerechnet habe, die weite Entfernung zur Perfektion bei Lost, der Serie, vom gleichen Regisseur, die Handkamera die so verwackelt ist, leicht verwaschenes Bild, greller kreischender Ton der mir zu laut war, oft halt, dann noch die dunklen leicht braunen Farben, dass man das zu wenig sieht was diese ganze Unruhe verursacht, die Darsteller werden nie stark verletzt, leicht ja, aber sie gesunden stark, oder man merkt es Ihnen nicht an, ja da sind noch so kleine Dinger, ja wenn man den Film gesehen hat weiß man was ich meine, die sind gut gemacht aber zu wenige.

Der Film hat an Alien Filmen sehr viel Parallele genommen, da werden auch immer irgendwelche Figuren zerstört, die Darsteller sind etwas unterdurchschnittlich, Spannung kommt nie auf, eher Freude wenn New York so gekünstelt zerstört wird, irgendwie macht der Film da süchtig, aber leider ist er am Anfang mit den Partyszenen und dem der die Handkamera hat so was von stinklangweilig und unnötig, die Gespräche die dunklen Aufnahmen, einfach ein Dreck, stinkfad.

Sehr gut fand ich die Szene als am Anfang dann der Öltanker bei der Freiheitsstatue gelandet st, dass der Kopf der Freiheitsstatue 4 Km nach Manhattan geflogen ist, dass Hochhäuser ein und umstürzen, dass viele Menschen sterben, dass das Militär machtlos ist, niemand weiß was da eigentlich los ist, jeder ratlos ist.

Gestört hat mich wiederum die ganze Komponente um Rob und Beth, die im 39. Stock wohnt, Rob geht sie dann suchen und der Filmkamera Halter, ja der bleibt lange ungekannt, bis über das letzte Drittel bis man sein Gesicht das erste Mal sieht. Er ist ein Verschwörungstheoretiker und kommt mir vor wie ein Vollidiot.

Er ist schön zu erfahren dass Rob mit seiner neuen Flamme Beth die er aus Kindheitstagen kennt auf der Party erscheint, Hud die ganze Zeit alles filmt, der scheint filmsüchtig zu sein und hat einen Riesenakku an seiner Handykamera. Überall sieht man Anspielungen auf Nokia, Plakate usw. Spannend wurde es dann mit der Explosion in Down Town Manhattan, und alle liefen dann panikartig auf die Straße und sehen ein Bild der Zerstörung.

ROB, LILLY, HUD, JASON, der Bruder von ROB, und MARLENA fliehen vor den einkrachenden einfallenden Gebäuden in ein kleines Geschäft, in dem sie beschließen, New York über die Brooklyn Bridge zu verlassen. Laut TV Berichten beginnt dort bereits ein Evakuierungsexodus. Als der Kopf der Freiheitsstatue mit fremdartigen Kratzspuren neben ihnen einschlägt wird klar, dass es sich um mehr als nur Erdbeben oder einen Terroranschlag handelt. Man nimmt an dass es was lebendiges ist. Auf dem Fluchtweg empfängt ROB einen Anruf von BETH, seiner Freundin, die in ihrem Haus eingeklemmt ist und sich nicht mehr bewegen kann. Erst später erfährt er wieso, sie hängt am seidenen Faden zwischen Leben und Tod. ROB hält inne und JASON wird bei dem Versuch höher zu klettern, um einen besseren Überblick zu bekommen, von einem Monster getötet, das die Brooklyn Bridge zerstört und dadurch den Hauptfluchtweg aus New York abschneidet. Und nun wird es erst interessant, die Brücke stürzt zusammen, man flieht in die U Bahn Schächte, doch dort lauert leider die nächste Gefahr.

Wieso gibt es im Film unzusammenhängende Einschübe von Szenen wo es um ROB und BETH ging wie sie früher im April zu sehen waren und jetzt im Mai als dass Monster kam ist die Realität da. Wieso so Einschübe, Rückblenden, interessiert ja keinem, dauern sie auch nur Sekunden. Man sieht auch leider nicht woher dass kam was da ist, wieso es woher kam und vor allem wie, und keiner kennt sich aus. Aus dem geglaubten Gruselfilm wird ein Monster und Action Film.

Die teilweisen belanglosen und eindimensionalen Charaktere die nicht ausgebaut werden und fast immer gleich reagieren, immer verwackelt herumlaufen, wo man als Zuseher sich bald ärgert, wo Unzusammenhängendes gegeigt wird, ist meiner Meinung nach falsch gewählt. Wie viele Leute sagen dass der Film einer der besten Monsterfilme ist, dass kann ich leider nicht nachvollziehen. Die Geheimniskrämerei, das Monster, ja die Zerstörungen alle sehr gut, doch diese Eintönigkeit bei den Darstellern, die Kurze Laufzeit, machen den Film für mich leider zu keinem Genuss.

Was mich wundert ist dass HUD (Hudson eigentlich) so viel Blödsinn filmt, dauernd die Kamera dabei hat, eigentlich unnötig, und als JASON stirbt geht das sehr schnell und man merkt eigentlich nicht viel davon. Außer an den Reaktionen von ROBERT. Eigentlich beginnt der Film, am Vorabend der Reise von Rob nach Japan, die nicht gut erklärt wurde, wo Rob einen neuen Job antreten soll, veranstalten einige seiner besten und liebsten Sauf Kumpanen und Freunde eine Überraschungsparty. Die Videokamera ist immer dabei, und ja HUDSON ist ein Kamerafreak, der sollte ne Entziehungskur aufsuchen.

Sonst gefällt mir der Film gut, bis auf die ersten nervigen 15 Minuten, das Ende, die Verwacklungen, gut wieder alles aus der Perspektive von HUD zu sehen, ja sonst ist der Film nicht übel.

78 von 100
 
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PISI



Anmeldungsdatum: 15.10.2005
Beiträge: 70

 BeitragVerfasst am: 06.04.2008 00:02    Titel: Back to top

Lange Zeit wusste man über das geheime 1-18-08 Projekt von Produzent J.J. Abrams so gut wie nichts. Damit schürte man erfolgreich die Neugier der Zuschauer. Nun hat er es zusammen mit Regisseur Matt Reeves geschafft, einen fesselnden Blockbuster auf die Beine zu stellen, der es sicherlich ganz weit oben auf die Liste der Cineasten bringen wird.

Erster ganz großer Spannungsbringer ist die Kamera. Der komplette Film ist mit einer Handkamera gefilmt. Ähnlich wie in "Blair Witch Projekt" wird die Geschichte Doku-Artig gezeigt. Der Film fängt so an, dass man die Kamera an einer Stelle gefunden hat, die früher mal als der Central Park bekannt war! Von da an zeigt man alles, was auf der Kassette ist. Einschließlich ein paar Storyfetzen ein paar Tage bevor die ganze Katastrophe passiert.

Trotz der ausschließlich unbekannten Darsteller ist der Film ein super gelungener Action-Streifen. Schließlich sind sie ja meistens eh nur für Sekundenbruchteile zu sehen, wenn es richtig zur Sache geht. Das ständige Weglaufen vor dem Supermonster, gepaart mit der wackeligen Kamera und der Army-Action machen den Film so spannend, dass man kaum zu Blinzeln vermag.

Nicht nur spannungstechnisch war der Film ein Genuss, sondern auch optisch. Wenn man die Stadt in Trümmern sieht, sieht wie Teile von Häusern oder der Kopf der Statue of Liberty durch die Gegend fliegen und alles unter ihnen zerfetzen, macht das schon gehörigen Eindruck. Das ganze Szenario erinnerte sehr an den 11. September 2001. Auch die wenigen dunklen Passagen sind sehr nett gemacht und tragen zu einer guten Atmosphäre bei.

Das Monster ansich ist jetzt nicht der Brüller. Man weiß nicht, was es sein soll. Ist es Godzilla, King Kong oder doch etwas anderes? Auch die kleinen Ausläufer des Monsters erinnern einen zu sehr an die kleinen Aliens aus der Alien-Quadrilogy. Der Anfang ist ebenfalls wenig berauschend. Versuchte man doch auf der Party die Charaktere im Eilverfahren vorzustellen, was nur in wenigen Ausnahmen gelungen ist.

Aber kommt Cloverfield erstmal in Fahrt, ist er nicht mehr aufzuhalten. Der Film dauert nur 85 Minuten und dennoch hat man das Gefühl er würde nicht enden, weil man einfach immer mehr von der Spannung mitnehmen möchte. Matt Reeves hat es geschafft ein fesselndes Endzeitspektakel auf die Leinwand zu bringen, das durch die kamerabedingte Nähe zum Geschehen absoluten Kinogenuss garantiert.

8/10
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