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Oliver Twist

 
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PISI



Anmeldungsdatum: 15.10.2005
Beiträge: 70

 BeitragVerfasst am: 31.12.2005 13:34    Titel: Oliver Twist Back to top



Oliver Twist (2005)
Oliver Twist

Drama
Regie: Roman Polanski
Darsteller: Barney Clark, Ben Kingsley
Laufzeit: 130 Min.


Die Kinder im Waisenhaus leben unter erbärmlichen Bedingungen. Sie werden nicht als Menschen, sondern als billige Arbeitskräfte angesehen. Trotz seines schweren Lebens ist der junge Oliver Twist (Barney Clark) immer höflich und fleißig. Doch man erkennt dies nicht an und behandelt ihn schlecht. Also reißt er aus.

In London nimmt ihn eine Diebesbande auf. Anführer Fagin (Ben Kingsley) bringt elternlosen Kindern bei zu stehlen. Bei einem gescheiteren Diebstahl wird Oliver gefasst und angeklagt. Doch ein wohlhabender Mann nimmt sich seiner an. Aber selbst da ist der arme Junge auch nicht sicher. Aus Angst vor Verrat macht sich die Diebesbande auf die Suche.

Für Charles Dickens wohl berühmtesten Roman „Oliver Twist“ hat Oscarpreisträger Roman Polanski die gesamte Crew seines preisgekrönten Werks „Der Pianist“ engagiert.

Die Geschichte des Waisenknaben Oliver Twist spielt im London des 19. Jahrhunderts, das ziemlich grau und trist in Szene gesetzt wurde. Ob diese Darstellung authentisch ist und den Beschreibungen des Romans entspricht, kann ich nicht beurteilen. Für mich wirkte es aber authentisch und passend.

Nachdem man mit „Der Pianist“ ein wirklich rührendes Stück Filmgeschichte geschaffen hat und „Oliver Twist“ von den selben Menschen gemacht wurde, hatte ich mir eine ähnliche Stimmung erhofft. Gelungen ist es aber nur teilweise. Oliver Twist’s Misere kam nicht so ganz gut rüber. Was wohl auch daran lag, dass der Junge immer freundlich und höflich war. Selbst du denen, die ihm Leid zugefügt haben. Darsteller Barney Clark trifft aber keine Schuld. Auch wenn er wenig Text hat, überzeugt er durch sein unschuldiges Aussehen, welches im Kontrast zu seinem harten Leben ziemlich traurig auf einen wirkt. Was noch nicht so gut gelungen ist, ist die Darstellung von Fagin’s (Ben Kingsley) Zerissenheit. Man hat immer einen Funken Gutes bei ihm gespürt. Aber so richtig darauf gebaut, dass man am Ende Mitleid bekommen müsste, hat man nicht.

Am Anfang hat man die Ereignisse zu abgehackt erzählt. Doch mit der Zeit kam immer mehr Fluss in die Handlung. Das Ende ist dann wieder etwas zu flach. Emotionen wollen sich auch nicht so richtig aufbauen.

Insgesamt ist es jedoch ein recht netter Film, der vor allem durch Barney Clark und die Optik gut anzusehen ist, auch wenn er mit 130 Minuten ein wenig zu lang ist.

Wertung: 7/10

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