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Titel: Night of the Living Dead (USA 1968)

Orginaltitel: Night of the Living Dead (USA 1968)

Laufzeit: ca. 96 Minuten

Regie: George A. Romero

Darsteller: Duane Jones, Judith O'Dea, Karl Hardman, Marilyn Eastman, Keith Wayne, Judith Ridley, Kyra Schon, Charles Craig, S. William Hinzman, George Kosana, Frank Doak, Bill Cardille, A.C. McDonald, Samuel R. Solito und Mark Ricci.

Inhalt: John A. Romero's Zombie-Horrorfilmklassiker beginnt mit dem Geschwisterpaar Barbara (Judith O'Dea) und Johnny (Russel Streiner) und wie sie in Pittsburgh auf einem abgelegenen Friedhof das Grab ihres Vaters besuchen wollen.Wie aus dem Nichts wird Barbara von einem mysteriösen Mann angegriffen. Johnny eilt ihr zu Hilfe und wird scheinbar getötet. Verschreckt flüchtet Barbara in ein abgelegenes Haus, in das kurze Zeit später auch der farbige Ben (Duane Jones) flüchtet. Laut den Fernsehnachrichten sind viele Menschen des Landes von einer Zombie-ähnlichen Krankheit befallen und greifen alles Lebendige an. Im Keller des Hauses haben sich schon einige Zeit vorher Tom und Judy (Heith Wayne, Judith Ridley) sowie Harry Cooper (Karl Hardman) und seine Familie gewollt eingesperrt. Ben versucht die Leute zur Zusammenarbeit gegen die stetig wachsende Anzahl belagernder Untoten zu bewegen. Dies löst allerdings einige Konfliktsituationen untereinander aus...

night of the living dead - screenshot  night of the living dead - screenshot

Einige Personen, mit denen ich den Film angeschaut habe, sagten nach der ersten Viertelstunde, dass er schlecht sei. Dies liegt wohl daran, dass die meisten bei dem Titel "Night of the Living Dead" wohl einen heftigen Horrorfilm erwarten und nicht einen Film, der teils gruselig, teils unfreiwillig komisch, schwarz-weiß ist und im Jahr 1968 herauskam. Allerdings sehen diese Leute nicht, dass er für seine Zeit ein Unikat war und es Heute auch noch ist. Er beschreibt Probleme aus der 50er und 60er Jahre Gesellschaft, umrandet von Gewalt-zeigenden Szenen und handelt von einer apokalyptischen Angstsituation. Einfach ausgedrückt: er verbindet einen Film-begleitenden Ernst mit kräftigem Splatter (für Damals).

Night of the Living Dead  - Screenshot  Night of the Living Dead- Screenshot

Im zentralen Punkt des Geschehens stehen die sich im Haus befindlichen Personen und wie sie sich in dieser Extremsituation verhalten. Zuerst gibt es die blonde, junge Frau Barbara. Eine ganz normale Frau der damaligen Zeit, bis sie ansehen muss, wie ihr Bruder von einem Zombie getötet wird. Von diesem Zeitpunkt an fällt sie erst in Panik, danach in geistige Abwesenheit, die sich, bis auf kurze Zeit vor ihrem Tod, den kompletten Film über hält. Das krasse Gegenteil dieses passiven Charakters ist Ben. Ein schwarzer Mann, der die Minderheit in "Night of the Living Dead" symbolisieren soll und die aktivste Person des Geschehens ist. Er kümmert sich um die Sicherheit im Haus und setzt sich für den Zusammenhalt und das aktive Überleben (d.h. Flucht aus dem Haus) der Truppe ein. Ben macht den Eindruck als käme er aus der aus der unteren Arbeiterklasse, was sich durch Sprache, Verhalten und Kleidung durchaus bestätigen lässt. Hingegen garnicht aus der Arbeiterklasse, sondern eindeutig aus der Mittelschicht, kommt Harry Cooper mit seiner Familie. Er hat die größte Klappe von allen und steht für das Aussitzen des Problems im Keller des Hauses. Tom und Judy, ein Paar, sind die neutralen Figuren im Film und richten ihr Handeln nach dem, was ihnen am sinnvollsten erscheint.

Night of the Living Dead - Screenshot  

Das Besondere an dem Film ist, dass er die damalige Gesellschaft sehr gut wiederspiegelt und dies in einer besonders guten Kameraführung, sowie Perspekivenwechsel, passender Musik und dadurch sehr dichten Atmosphäre wiedergibt. Die unterdrückten Minderheiten geben einen Aufstand und wie reagieren die anderen? Mit gewaltsamer Unterdrückung des Problems. Anstatt die Bedrohten im Haus zusammenhalten, kommt der Großteil durch Menschenhand um, bzw durch gegenseitiges Verschulden. Besonders ist auch das Ende. Der einzige, der die Katastrophe überlebt hat ist der Minderheitencharakter Ben. Dieser wird allerdings von anderen Lebenden durch einen Kopfschuss gefühllos hingerichtet und verbrannt.

Wer einen krassen Horrorfilm erwartet, ist falsch am Platz. Wer allerdings Lust auf einen tiefgreifenden Gruselthriller hat, sollte sich Night of the Living Dead zulegen.

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